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Geschichte

Enstehung der Stadt Riesa und des Stadtwappens

das Wappen von Riesa

 

 

 

 

 

 

 

 1119 wird das von Bischofs Dietrich von Naumburg gegründete Kloster „Reszoa“ das erste Mal urkundlich erwähnt. Es ist das erste der damaligen Mark Meißen und wird von dem Orden der Benediktiner geführt. Er benutzte für die Kennzeichnung des Ortes den Namen der kleinen slawischen Siedlung im Mündungsbereich der Jahna in die Elbe. „Reszoa“ bedeutet so viel wie Geländeeinschnitt, was frei als „Ort an der Flussmündung“ übersetzt wird. Der heute bekannte Ortsname Riesa trat erstmals 1451 auf. Im Jahre 1542 verkauft der Orden das Kloster an die Familie des Herrn Merten von Miltitz und funktioniert es zum Rittergut um. Das Stadtrecht wurde dem Marktflecken Riesa im Jahre 1623 verliehen. Nach insgesamt 18 Rittergutsbesitzern erwarb die Stadt Riesa das Rittergut der Familie von Welck und nutzt es seit dem für Ihre Zwecke. Das dreigeteilte Stadtwappen zeigt neben dem Riesen aus der Legende, den Anker, die Stadtansicht mit Rathaus-Kloster und Kirche sowie eine goldbesamtete rote Rose. Die rote Rose entstammt dem Wappen der Riesaer Familie des Freiherrn von Welk, dem letzten privaten Besitzer des Rittergutes. Der goldfarbene Anker steht symbolisch für die jahrhundertlange Bedeutung Riesas als Schifffahrts- und Elbehandelsplatz.

 

Auf dem Schild befindet sich ein Turnierhelm mit beiderseitig reich geteilten Verzierungen in blau und silber. Den breiten, mit Visierringen versehenen Helm krönt eine Wölbung aus blauen und silbernen Bändern aus Lindenblättern. Bis 1859 war die Käferlinde das einzige Symbol im Riesaer Wappen. Über dem Wappenschild breitet sich ein um die Hüften und das Haupt eichenlaubbekränzter Riese aus, welcher eine Keule schultert. Der Riese entstammt der Entwicklungssage der Stadt.

 

Riesas Geschichte in Zahlen

 

3000 v. Chr.
Jungsteinzeitliche Siedlung
7./8. Jh. n. Chr.
Slawische Siedlung im heutigen Stadtpark
1119
erste Erwähnung des Klosters „Reszoa“ (lat. Form des slawischen Wortes "Riezowe" - "Ort am Fluss") in einer Urkunde des Papstes Calixtus II., es ist eine Gründung des Bischofs Dietrich von Naumburg
1200
Erwähnung der Elbfähre nach Promnitz als Besitzung des Klosters Riesa
1261
Vollendung der Kirche St. Marien (neben Kloster) im gotischen Baustil vollendet
1426,1429,1430,1440
Brandschatzung des Riesaer Klosters durch die Hussiten
1542
Auflösung des Klosters und Umwandlung in ein Klostergut
1554
Verkauf des Klostergutes Riesa für 25.000 Gulden an Merten von Miltitz
1575
Riesa besteht aus 50 bis 60 Familien mit etwa 350 Einwohnern
1622
Kurfürst Johann Georg I. belehnt Christoph von Felgenhauer mit dem Rittergut Riesa
1623
Verleihung des Stadtrechtes an den Marktflecken Riesa mit dem Recht, zweimal im Jahr Märkte abhalten zu können
1635
Innung der Schuster, Schneider und Lohgerber
1820
erste Poststation in Riesa
1836
Baubeginn der ersten deutschen Ferneisenbahn zwischen Dresden und Leipzig
7. April 1839
Eröffnung der Eisenbahnstrecke Leipzig-Dresden (führt in Gröba über die Elbe)
1843
Gründung eines Eisenhammerwerkes
1848
Herausgabe der ersten Riesaer Wochenzeitung namens "Elbe-Blatt", daraus entwickelte sich später das "Riesaer Tageblatt", welches bis zum 23.April 1945 erschient
ab 1850
wesentliche Erweiterung der Stadt entlang der Elbe
1858
Riesa erhält erste Garnison, bis 1914 ist Riesa drittgrößter Garnisonsstandort Sachsens
1859
erster hauptamtlicher und juristisch gebildeter Bürgermeister, Herr Steger, wird eingesetzt
21. Oktober 1865
zum ersten Mal erstrahlt Riesa im Licht von Gaslaternen
1874
Stadtverwaltung erwirbt von Freiherr von Welck  für 338.000 Taler als 18. Besitzer das Rittergut (jetziges Rathaus)
1897
Einweihung der Trinitatiskirche
1901
drittgrößter Binnenhafen an der Elbe wird fertig gestellt, zahlreiche Ansiedlungen von Speditions- und Holzverarbeitungsunternehmen, Bau des städtischen Krankenhauses
1904
Gründung der technischen Lehranstalt "Technikum"
1910
Betriebe des Konsumverbandes gegründet: Seifenfabrik, Teigwarenfabrik, Zündwarenfabrik
1923-1996
Erweiterung der Stadt Riesa durch Eingemeindungen von Gröba und Weida (1923), Merzdorf (1925), Pausitz und Poppitz (1950), Mergendorf (1961), Pochra und Canitz (1974), Nickritz, Jahnishausen und Mautitz (1994), Leutewitz (1996)
1945
Riesa wird von der Sowjetarmee kampflos besetzt, Sprengung aller drei Brücken
1945-1947
als Kriegsreparation gehen 90% des Stahlwerkes in die UdSSR, Wiederaufbau zum größten metallurgischen Kombinat der DDR mit 13.000 Beschäftigten
1948
Aufbau des Reifenwerkes
1952
Riesa wird Kreisstadt im Bezirk Dresden
1956
Einweihung der neuen Elbbrücke
1968-1988
Stahl Riesa spielt insgesamt 16 Jahre in der DDR-Fußball-Oberliga
1973
Übergabe des neuen Bettenhauses im Kreiskrankenhaus
1977
Einweihung der Schwimmhalle
1981
Riesa hat 51.857 Einwohner
1990
erste demokratische Wahl zur Stadtverordnetenversammlung seit 1949
1990-1995
Sanierung und Neubesiedlung des Stahlwerksgeländes
1992
Eröffnung des Boulevard Hauptstraße
1994
Riesa wird Große Kreisstadt
1995
Übergabe des Erweiterungsbaus der Sporthalle in der Pausitzer Delle (WM-Halle), Durchführung der Junioren-WM Sportakrobatik - Imagewechsel zur "Sportstadt Riesa"
1996
Eröffnung des Gesundheits-, Sport- und Freizeitzentrums "Olympia" und der Rollbobstartanlage in der Pausitzer Delle
1997
Einweihung des modernisierten Leichtathletikstadions in der Pausitzer Delle, Eröffnung der rekonstruierten Stadthalle "stern"
1998
Eröffnung des Hallenschwimmbades nach Rekonstruktion
1999
Eröffnung der Elbgalerie, Einweihung der "SachsenARENA" anlässlich des Tages der Sachsen, des Ensembles "Riesenhügel mit Erlebnisgastronomie und der Skulptur "Elbquelle" von Jörg Immendorff, Freigabe der neuen Hafenbrücke, Sumo-Weltmeisterschaft in der SachsenARENA, Einweihung des Neubaus des städtischen Altenpflegeheimes
2001
Freigabe der 4-spurigen Elbbrücke und des 1.Teilstücks der Ortsdurchfahrt der B169, Einweihung des 10 Meter hohen Sprungturms im Hallenschwimmbad
2002
Umbenennung der Messe- und Mehrzweckhalle in erdgas arena, Muhammad Ali in Riesa, Hochwasserkatastrophe, Volleyball-WM der Frauen, Kurzbahn-EM im Schwimmen in der erdgas arena
2003
Einweihung des rekonstruierten Klosterostflügels mit größtem Elbfischaquarium zwischen Prag und Hamburg, erstmalig findet die Messe „Haus Heim und Garten“ mit 114 Ausstellern statt, Europameisterschaft im Sumo-Ringen
2004
Eröffnung des neuen Stadtarchivs, Einweihung des Zunftbaumes auf dem Rathausplatz, Übergabe der neuen Agentur für Arbeit, 172 Sumotori nehmen an der Sumo-WM in der erdgas arena teil
2006
Beginn des Umbaus des Museumsgebäudes am Poppitzer Platz, 110 Sumotori nehmen an der Sumo-Europameisterschaft teil, die sanierte Staatliche Studienakademie (Berufsakademie) wird übergeben, die grundhaft ausgebaute Heidebergstraße wird für den Verkehr freigegeben
2007
feierliche Einweihung der sanierten Kirche in Riesa-Weida, das 888-jährige Stadtjubiläum wird feierlich begangen, Übergabe des neuen Lehrgebäudes der Management Akademie (MARie), Einweihung des sanierten Gewölbekellers unterhalb des Klosternordflügels, Festakt mit Ministerpräsident Georg Milbradt zum 888-jährigen Bestehens der Stadt Riesa
30.10.2007
offizieller Akt zur Eröffnung des Stadtmuseums und der Stadtbibliothek im sanierten Gebäude am Poppitzer Platz 3
2008
Erweiterung des Nudelcenters und  -kontors der Teigwaren Riesa GmbH sowie Einrichtung eines Kochstudios, Ernennung Riesas zum „Ort der Vielfalt“, Trinitatiskirche erhält restaurierte Jehmlich-Orgel, 100. Geburtstag des Heisenberg-Gymnasiums, Fertigstellung des neuen Busbahnhofs und der Zugangstreppe, Riesa erhält Bayern-und-Sachsen-Straße zu Ehren der Firma BuS Elektronik GmbH und Co. KG, Einweihung des „Ort des Gedenkens“
2009
Elblandklinikum baut für 1,8 Millionen Euro eine kardiologische Station auf, Stadtverwaltung vergibt Begrüßungsgeschenke an alle Neugeborenen, in Riesa-Gröba baut der Stahlrohrkonzern Vallourec & Mannesmann Tubes Deutschland gemeinsam mit der Wohnungsgesellschaft Riesa ein Rohrforschungszentrum, 18. Jahrestagung des Sächsischen Museumsbundes, in der Pausitzer Delle wird ein Turntalentezentrum eingeweiht, die neue Bus-Bahn-Übergangsstelle wird eingeweiht, die Gesamt-Rekonstruktion des Klosters ist endgültig abgeschlossen, die Arbeiten für den 2. Bauabschnitt der Bundesstraße 169 beginnen mit einem symbolischen Spatenstich, die Riesa-Information wird vom Deutschen Tourismusverband mit der „i-Marke“ ausgezeichnet, 10-jähriges Bestehen der erdgas arena Riesa, Eröffnung eines offenen Bücherregals in Riesa.

 
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